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Brautschleier - Quelle: Pixelio / Fotograf: Harr

Brautschleier, Polterabend und Morgengabe

Hochzeitsbräuche sollten in früheren Zeiten Unglück und böse Geister vom Hochzeitspaar fernhalten. Heutzutage sind es nette Traditionen, auf die man nicht verzichten möchte.

 
 
Polterabend
Der Polterabend ist ein sehr alter Brauch. Er besagt, dass durch das Zerschlagen von Porzellan böse Geister vertrieben werden. Glas darf nicht zerschlagen werden, weil es Unglück bringt. Die Scherben müssen vom Brautpaar zusammengefegt werden. Der Polterabend findet traditionell am Tag vor der Trauung statt.

Die Junggesellen – Party
Diese Feier ist einerseits der Abschied vom bisherigen Leben und anderseits die letzte Versuchung vor der Ehe die Treue auf die Probe zu stellen.

Die Morgengabe
Am Morgen des Hochzeitstages beschenken sich die Brautleute gegenseitig. Die Geschenke sollten unter den Kissen liegen und Jahre voller Glück bringen.

Brautkleid
Die Farbe „weiß“ symbolisiert Reinheit, Vollkommenheit, Freude und Festlichkeit. Das Brautkleid wird mit der Brautmutter, Schwester oder einer Freundin gekauft. Der Bräutigam darf auf gar keinen Fall dabei sein. Das Selber nähen des Kleides ist ebenfalls verboten.

Schleier tragen
Der Schleier fand seinen Ursprung bei den Germanen. Diese glaubten, dass der Schleier vor bösen Geistern schütze.

Der Ehering
Der Ehering ist ein Symbol der ewigen Liebe. In früheren Zeiten hatten die Eheringe die Form eines Schlüssels. Es war ein Symbol dafür, dass die Frau  „Besitz“ des Mannes war. Heutzutage sind die Ringe ein Zeichen dafür, dass Mann und Frau nach der Trauung Eins werden und nie auseinander gehen werden.

Reis werfen
Reis werfen ist einer der bekanntesten Bräuche. Nach der Trauung werfen die Hochzeitsgäste Reiskörner. Nach alter Überlieferung ist dies ein Symbol der Fruchtbarkeit.

Die Brautentführung
Freunde entführen die Braut in ein nahgelegenes Lokal zum Sekttrinken. Wenn der Bräutigam es nicht bemerkt, bekommt er einen als Braut verkleideten Besen zum Tanzen. Die Trauzeugen oder der Bräutigam müssen die Braut suchen und die Zeche bezahlen. 

Brautjungfern
Dies sind unverheiratete, junge Mädchen, die die Braut in die Kirche begleiten. Sie sollen böse Geister von der Braut ablenken.

Blumenkinder
Das Streuen von Blumen ist ein alter heidnischer Brauch. Der Duft der Blumen sollte Fruchtbarkeitsgöttinnen anlocken, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren.

Altes, Neues, Geliehenes, Blaues
"Something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky six-pence in your shoe": Eine Braut sollte vier Dinge am Hochzeitstag haben, und zwar etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues. Die Braut sollte auch ein Geldstück im linken Brautschuh verstecken.
-       etwas Altes steht für das bisherige Leben der Braut
-       etwas Neues steht für das beginnende Eheleben
-       etwas Geliehenes soll Glück in die Ehe bringen
-       etwas Blaues als Symbol der Treue
-       ein Geldstück im Brautschuh als Wohlstandssymbol

Die Fahrt ins Unglück
Der Bräutigam darf nicht selbst das Hochzeitsauto lenken um nicht direkt ins Unglück zu fahren.

Hochzeitstorte
Beim Anschneiden der Hochzeitstorte hat der Ehepartner das Sagen in der Ehe, dessen Hand sich oben am Messer befindet.

Hochzeitswalzer
Heute noch symbolisiert der Walzer die Treue, die Bindung und die Vereinigung. Durch diesen Tanz wird der Wert der Liebe und der tiefen Gefühle, die das Paar miteinander verbinden, ausgedrückt.

Schleiertanz
Der Brautschleier war früher ein Symbol der Jungfräulichkeit. Um Mitternacht wurde die Braut zur Ehefrau und es fand ein Schleiertanz statt. Die Braut tanzte und alle unverheirateten Frauen versuchten, ihr den Schleier abzureißen. Diejenige, die das größte Stück des Schleiers erwischte, würde als nächste heiraten.

Brautstrauß fangen
Um Mitternacht versammeln sich alle unverheirateten Frauen hinter der Braut und sie wirft den Brautstrauß blind in die Menge. Wer den Strauß fängt, soll als nächste heiraten.

Über die Schwelle tragen
Der Ehemann trägt seine frisch getraute Ehefrau über die Schwelle ihres Hauses um sie vor bösen Geistern zu schützen.

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